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Onlineshops

Die 5 größten Fehler beim Online Shop erstellen

Fehler sind menschlich, aber im E-Commerce schnel teuer.

Wir haben 100 Onlineshop Besitzer gefragt, welche Fehler sie im nächsten Online Shop vermeiden würden. Das sind die Top 5 Antworten.

Online Shop erstellen Fehler Man with hammer and bug on screen

Außer Fragen steht, dass wir alle Fehler machen und zwar ständig und überall. Das ist an sich auch kein Problem, denn aus Fehlern lernen wir. Doch in Bereichen wie dem E-Commerce (Onlinehandel) können Fehler schnell teuer werden. Wir haben 100 Online Shop Besitzer befragt welche Fehler sie beim Online Shop erstellen unbedingt vermeiden würden, wenn sie die Uhr zurückdrehen könnten. Im Folgenden eine Zusammenfassung der Top 5 Antworten (Mehrfachnennung möglich).

Platz 5: Der Online Shop ist nicht (vollständig) DSGVO konform (12%)

Zwölf Prozent der Befragten gaben an, dass sie Probleme mit der DSGVO-Konformität ihres Onlineshops hatten. DSGVO steht für Datenschutz-Grundverordnung, sie regelt die Verarbeitung und Verantwortlichkeit personenbezogener Daten. In Bezug auf einen Online Shop sind die drei häufigsten Fallstricke:

  • Cookie Banner: Das sind die allgemein bekannten Hinweise auf vielen Webseiten zur Sammlung von Cookies. Für gewöhnlich drückt man als Webseitenbesucher auf „alle akzeptieren“, um freie Sicht auf die eigentlichen Inhalte zu erlangen. Doch Cookie Banner sind ein heiß diskutiertes Thema im Datenschutz. Cookie Banner, die lediglich einen „Alle akzeptieren“ Button oder einen versteckten „ablehnen“ Button haben sind wohl nicht DSGVO konform. Auch Cookie Banner, die die verwendeten Cookies nicht erklären und in Kategorien (z.B. Marketing, Analytics, Technisch Notwendig) unterteilen stehen in der Kritik bei Datenschützern.

  • Newsletter: Anders als beim Cookie Banner, gibt es hierzu mittlerweile eine etablierte Praxis. Eintragungen in einen Newsletter müssen nach dem „Double Opt-In“-Verfahren passieren. Das bedeutet, ein Webseitenbesucher trägt seine Email Adresse in ein Feld ein und muss zusätzlich aktiv einen Haken setzen „z.B. für den Newsletter anmelden“. Der Haken darf nicht vorausgefüllt sein. Danach wird eine Email an den Kunden gesendet, in der er aufgefordert wird, seine Email Adresse zu bestätigen. Erst nach der Bestätigung darf seine Email Adresse für Email Marketing verwendet werden. Dienstleister, wie Mailchimp automatisieren diesen Prozess. Aber auch hier gilt: Auftrag zur Datenverarbeitung und Eintrag in die Datenschutzerklärung notwendig.

  • Tracking: Die Mehrheit der Online Shop Besitzer „trackt“ seine Webseitenbesucher. Es wird ausgewertet, wie sich Webseitenbesucher im eigenen Online Shop verhalten, d.h welche Links sie Klicken, welche Artikel sie zum Warenkorb hinzufügen, welche Produkte sie tatsächlich kaufen, woher die Besucher kommen, usw. Zu diesem Zweck wird in den allermeisten Fällen auf Tracking Software zurückgegriffen. Die bekanntesten Tracking Codes sind Google Analytics und Facebook Pixel. Und genau hier liegt der nächste Datenschutz-Hund begraben: Denn es werden personenbezogene Daten an Drittanbieter (Google, Facebook, Shopify, etc.), meist im EU-Ausland, weitergegeben. Unbedingt notwendig ist ein Auftrag zur Datenverarbeitung mit den Dritt-Dienstleistern und ein entsprechender Verweis in der Datenschutzerklärung. Umstritten ist, ob Themen wie Custom Audiences überhaupt mit der DSGVO in Einklang zu bringen sind. Bei Custom Audiences werden die Email Adressen von Kunden im eigenen Online Shop z.B. mit Facebook abgeglichen, um Herauszufinden, wer unter dieser Email Adresse zusätzlich auf Facebook angemeldet ist. Bei einem Treffer wird das zugehörige Facebook Profil ausgewertet und so eine Zielgruppe generiert, die aus den ausgewerteten Merkmalen (Alter, Interessen, etc.) besteht.

Platz 4: Tracking wurde nicht oder zu spät eingerichtet (17%)

Wenngleich das Tracking von Webseitenbesuchern einige Herausforderungen im Datenschutz mit sich bringt, ist es für den erfolgreichen Betrieb eines Onlineshops unverzichtbar. Siebzehn Prozent der Online Shop Besitzer gab an, dass sie es bereuen, das Tracking nicht oder zu spät eingerichtet zu haben. Denn, Daten vor der Einrichtung einer Tracking Software sind verloren. Das gilt im Übrigen auch für nicht aktivierte Tracking Module, wie zum Beispiel das „erweiterte E-Commerce Tracking“ bei Google Analytics. Dieses ermöglicht die Nachverfolgbarkeit und Veranschaulichung von Produktdaten, Abgebrochenen Warenkörben, Produktkategorien, Bestseller, uvm.

Platz 3: Keine oder zu späte Indexierung bei Suchmaschinen (20%)

Ein Fünftel der Befragten gab an, dass sie sich zu spät um eine Indexierung bei Google und Co. gekümmert hätten. Durch die Auffindbarkeit in Suchmaschinen (SEO) können gewaltige Besucherströme erzeugt werden. Webseiten können bei Suchmaschinen erst gefunden werden, nachdem sie indexiert wurden. Vereinfacht gesagt, muss der Google Roboter einmal die gesamte Webseite durchsehen und dessen Inhalte verarbeiten. Und genau dieser Prozess kann vom Webseiten Besitzer angestoßen werden, indem man den Google Roboter einlädt, die eigene Webseite zu durchstöbern. Das Mittel der Wahl ist bei Google die „Google Search Console“, bei Bing die „Webmaster Tools“. Es sei erwähnt, dass Google und Co die Webseite irgendwann auch von selbst entdecken würden, doch das kann Wochen, Monate, sogar Jahre dauern.

Platz 2: Falsches Shopsystem (37%)

Ein riesiger Sprung in Sachen Fehler, die man vermeiden sollte, ist die Wahl des Shopsystems. Mehr als ein Drittel der befragten Shop Besitzer gab an, ein anderes Shopsystem zu wählen, wenn sie die Zeit zurückdrehen könnten. Zugegeben hat man beim Online Shop erstellen die Qual der Wahl: WooCommerce, VirtueMart, Shopify, PrestoShop, JTL, BigCommerce, Jimdo, Plentymarkets, Shopware, Gambio, Salesforce, Wix, Shopcloud, OpenCart oder doch Magento? In den meisten Fällen lohnt sich das genauere Hinsehen, denn ein Shopsystem im Nachhinein zu wechseln ist, je nach größe des Shops, mit viel Geld und Aufwand verbunden. Das richtige Shopsystem hängt stark von den Anforderung ab. Skalierbarkeit, Individualisierbarkeit, B2B, B2C, Tauglichkeit für mobile Geräte (Responsive Design), Mehrsprachigkeit, Geschwindigkeit, Integration in vorhandene Geschäftsprozesse, Marketing, Schnittstellen zu anderen Systemen, wie Versanddienstleister, Buchhaltung, Steuerberater, uvm. Wir beraten Sie gerne kostenlos.

Platz 1: Mangelhafte Warenwirtschaft (39%)

Hierunter fallen nicht vorhandene und zu spät eingerichtete Warenwirtschaftssysteme, sowie generelle Unzufriedenheit mit der Wahl der Warenwirtschaft (engl. ERP-System). Es ist durchaus üblich, zu Beginn des eigenen Onlineshops ohne Warenwirtschaftssystem zu starten. Der Einkauf lässt sich via Telefon erledigen, Bestellungen werden in einer Excel-Liste geführt, Rechnungen werden in Word geschrieben, Versandetiketten von Hand geschrieben, usw. Aus unserer Sicht ist das anfangs durchaus sinnvoll, immerhin weiß man nicht, ob zukünftig überhaupt Bestellungen im Onlineshop eingehen werden. Sobald aber Bestellungen eingehen oder mehr als ein Vertriebskanal angebunden wird, ist die Grenze meist schnell erreicht. Der Shop Besitzer geht dann buchstäblich in operativer Arbeit unter. Es gilt also den richtigen Zeitpunkt abzupassen. Mehr zum Thema Shop mit oder ohne ERP-System und den verbundenen Kosten finden Sie im Artikel Ein eigener Onlineshop. Was darf sowas kosten?. Darüber hinaus hat man wie beim Shopsystem die Qual der Wahl. Hinzu kommt, dass Warenwirtschaft und Shopsystem miteinander kompatibel sein müssen. Hierbei kommt es schnell zu einem „Lock-In“-Effekt. Nutzt man beispielsweise als Shopsystem den JTL-Shop ist es äußerst schwer bis unmöglich eine andere Warenwirtschaft als JTL in Verbindung damit zu nutzen. Das wiederum bedeutet, dass bei wachsender Unzufriedenheit, sowohl Shopsystem als auch Warenwirtschaft gewechselt werden müssten. Das ist wie in eine andere Stadt umziehen, nur digital!